Montag, 18. Dezember 2017

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15.01.2016
Artikel Nummer: 195

20. Swiss Logistics Award


 

 

Beim 20. Swiss Logistics Award wurde ein System zur Positionsbestimmung von Kizy Tracking als zukunftsweisende Lösung ausgezeichnet / Auch Ärzte ohne Grenzen macht verstärkt mobil

Im Kornhauskeller in Bern gewann vor 200 geladenen Gästen und moderiert von TV-Moderator Kurt Aeschbacher das Ortungssystem Kizy Tracking eines jungen Ingenieurteams von der Microcity in Neuchatel den Swiss Logistics Award 2015. Der Public Award ging an „Ärzte ohne Grenze“, die gemeinsam mit der Hilti Foundation einen mobilen Operationssaal entwickelt haben, der in Krisengebieten innerhalb von 24 Stunden einsatzbereit ist.

Die preisgekrönte Lokalisierung von Ladungsträgern per Mobilfunknetz bei Kizy arbeitet statt über das ursprünglich vor militärischem Hintergrund entstandene Global Positioning System GPS, funkgestützte RFID- oder Barcode-Systeme zwar nicht auf den Meter genau. Aber dafür ist es in Gebäuden empfangbar, um ein Zehnfaches günstiger im Preis und aufgrund batterie-schonender Sendungsintervalle langlebiger als andere Tracking-Verfahren, wie CEO Torsten Wilm erläutert. Der Tracker erreicht im Standardmodus eine Genauigkeit von 200 bis 2000 Metern. Bei gezielter Abfrage durch den Nutzer kann die Abweichung auf rund 100 Meter gesenkt werden – was nach Ansicht von Experten in den meisten Fällen ausreicht, um die Positionsbestimmung und damit wertvolle Güter im internationalen Warenverkehr zu sichern.
Auch andere eingereichte Projekte leisten Beachtliches. Beim Logistikdienstleister ALSO definiert der Kunde mit einer neuen Anwendung namens MyDelivery direkt nach der Online-Bestellung unabhängig vom Transportpartner Zeit und Ort der Auslieferung selbst. Dadurch wird die Retourenquote gesenkt.

Bei Gategourmet verringerten eine zentrale Warenhaltung und -auslieferung und die Einführung des Push-Prinzips den Materialumlauf um 20 Prozent, wie Kurt Betschart, Leiter des „Equipment Handling“, erläutert. Ein neugeschaffener Kommissionierplatz erhöhte die Produktivität um fünf Prozent.

Das regionale Spitalzentrum STS in Thun und Zweisimmen realisierte mit einem Konzept namens „in house Logistik“ zur Zentralisierung aller vor- und nachgelagerten beschaffungs- und logistikrelevanten Prozesse eine Effizienzsteigerung von 55 Prozent.

 

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