Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe / Logistik und Fördertechnik

Das reisst sogar den CEO vom Hocker: Tosender Jubel bei Still.

11.05.2017
Artikel Nummer: 428

Respekt für die Fahrzeugentwickler

Jungheinrich, Still und Torwegge gewinnen IFOY Awards in vier Kategorien. Begeisterte Teams feiern sich und ihre Mitbewerber beim Abschluss in der Münchner BMW Welt.


     

Aufrichtige Freude, Begeisterungsstürme und Respekt für die Leistungen der ebenfalls in die Runde der Nominierten eingestiegenen jeweiligen Mitbewerber kennzeichneten die Preisverleihungen beim internationalen Staplerwettbewerb (International Forklift of the Year) in der Münchener BMW Welt. Nach dem sechsmonatigen Auswahl- und Testprozedere war der Applaus gross, als die tatsächlich bis zuletzt geheimgehaltenen Gewinner bekanntgegeben wurden. Jungheinrich, Still und Torwegge nahmen die aus Metall und Glas gefertigten Trophäen unter dem Applaus der 200 geladenen Gäste entgegen.

Gewinner bei den Lagertechnikgeräten ist der weltweit erste autonome Horizontalkommissionierer iGo neo CX 20 von Still. Der fuhr dem Autor, der zugleich Jury-Mitglied ist, zwar samt der Bewertungsunterlagen davon, die er versehentlich auf der Dokumentenablage liegengelassen hatte. Aber dies auch nur deshalb, weil der „Anwender“ in diesem Fall vergessen hatte, den „Ausschalter“ für den stets angemessenen Abstand zwischen Kommissionierer und Gerät einzuschalten. „Der iGo neo schliesst die Lücke zwischen Robotik und Intralogistik“, hiess es in der Jury-Begründung. Wer den Robotassistenten richtig zu nutzen wusste, verzeichnete bei den Testfahrten, sobald das Mitlauf-Prinzip genutzt wurde, Effizienzsteigerungen bis zu 47 Prozent.

Im Endspurt holte sich das FTS-Konzept TORsten von Torwegge den Sieg bei den „Automated Guided Vehicle“. Das omnidirektionale Schwerlast-FTS fährt unter die Plattform und bewegt Lasten bis zu 7,5 Tonnen. Es arbeitet mit verschiedenen Ladungsträgern, die je nach Kundenwunsch mit passenden Regalen oder Behältern ausgestattet sind. Entwickelt wurde TORsten in enger Zusammenarbeit mit SEW und der RWTH Aachen Universität.

Zum Must-have des Jahres in der Kategorie „Special of the Year“ kürte die Jury die Junheinrich Indoor Ortung. Das auf Smartphones, Beacons und Bluetooth basierende System zur Lokalisierung von Flurförderzeugen überzeugte vor allem durch seinen ausgezeichneten Kundenutzen und die hohe Marktrelevanz.

Einen zweiten IFOY Award holte sich Still für seinen Schwerlast-Routenzug mit automatischer Be- und Entladung. Das im Auftrag eines englischen Baumaschinenherstellers gefertigte Fahrzeug für die Produktionsversorgung erweitert nicht nur das Einsatzspektrum von Routenzügen, sondern bietet im Hinblick auf das steigende Durchschnittsalter bei Logistikbeschäftigten offensichtliche Vorteile, da die körperliche Leistungsfähigkeit des Operators keine Rolle mehr spielt.

IFOY-Partner sind die Messe München mit ihren Messen transport logistic, bauma und IFAT, CeMAT, CHEP, Fronius und der VDMA.

 

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