Sonntag, 20. Mai 2018

Ausgabe / Logistik und Fördertechnik

Aus dem Malheur einen Vorteil geriert

09.02.2018
Artikel Nummer: 553

Im Brennpunkt der Industrie

Grosser Bahnhof für die Intralogistik: Die Integration in Materialflüsse und Produktionsprozesse lässt die Rückverlegung der CeMAT in die Hannover´sche Industriemesse nicht mehr so ohne Weiteres als Nachteil erscheinen.


Gar nicht so schlecht, wie viele angesichts der Re-Integrierung in die Hannover Industriemesse als „Rückschritt“ glaubten vermuten zu müssen, dürfte die Rückverlagerung der CeMAT in die mit der diesbezüglichen Premiere auf 23. bis 24. April verlegte Weltindustriemesse verlaufen. Bei einer Vorschau mit 39 Ausstellern und gleichzeitiger Industrie-Konferenz für rund 200 Pressevertreter aus aller Welt, gingen zahlreiche Anwesende zumindest in einer Aussage völlig konform mit Messe-Vorstandschef Jochen Köckler. Der versprach „eine der spannendsten CeMATS überhaupt“.

Die Frage, „wie die Fabriken der Zukunft aussehen“, beschäftigt alle gleichermassen. Auf der mit 5000 Ausstellern voll ausgebuchten Hannover Messe haben bekanntlich auch einige Intralogistiker ihre Standplätze gar nicht erst in den CeMAT-Bereich, sondern gleich mitten in die Industrie hineinverlegt. Sehr zustatten kommt dabei das starke Bemühen der Messeleitung, sich bezüglich der CeMAT, die zuletzt stark unter der Konkurrenz durch die LogiMAT in Stuttgart litt, keine Blösse zu geben. So nimmt die digitale Vernetzung von Industrie, Energie und Logistik in der Tat Fahrt auf. Das diesjährige Partnerland Mexico - das schwerwiegende gesellschaftliche Probleme vor sich herschiebt und durch die brutale Dezimierung aufstrebender Nachwuchskräfte auffällt - versprach, künftig mehr auf die Potentiale der eigenen Volkswirtschaft und durchaus vorhandene Leistungskraft zu setzen. Rogelio Granguillhome, Mexicos Botschafter in Deutschland, hatte vorausschauender Weise schon mal eine Palette voll mit Tequila-Variationen im Gepäck, die grossen Anklang fand.

 

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