Sonntag, 23. September 2018

Ausgabe / Logistik und Fördertechnik

Besonderheit der Passagierkabine ist der automatische Niveauausgleich.

31.03.2018
Artikel Nummer: 593
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Elektrokettenzüge beim Bau der steilsten Standseilbahn der Welt

Hebetechnik des Schweizer Herstellers GIS kam auf der Rowa-Versetzungsmaschine im Einsatz, mit der die Betonelemente und Schienen für die Bahn verlegt wurden.


Seit dem Dezember fährt die steilste Standseilbahn der Welt von Schwyz auf den Stoos und bringt Wintersportler und Wanderer spektakulär vom Tal hinauf ins Bergdorf im Herzen der Schweiz. Bei der Fahrt bewältigt die Bahn eine maximale Steigung von 110 Prozent (= 47 Grad) und steigt 744 Höhenmeter auf einer Fahrstrecke von 1740 Meter.

Eine Besonderheit der Passagierkabine mit dem auffälligen Design ist der automatische Niveauausgleich, der dafür sorgt, dass die Fahrgäste trotz der hohen Neigungsdifferenz während der ganzen Fahrt auf einer waagrechten Fläche stehen und die imposante Aussicht geniessen können.

Die neue Stoosbahn ist ein Mammutprojekt mit einem Planungs- und Realisierungszeitraum von 14 Jahren. In der rund fünfjährigen Bauphase standen auch Elektrokettenzüge vom Schweizer Hersteller GIS auf der sogenannten Rowa-Versetzungsmaschine im Einsatz, mit der die Betonelemente und Schienen für die Bahn verlegt wurden. Mit einer Geschwindigkeit von zwölf Metern Fahrweg pro Tag arbeitete man sich Richtung Berg. Dabei sorgten vier Elektrokettenzüge vom Typ GCH2500/2NF, mit einer Tragfähigkeit von je fünf Tonnen für die sichere Beförderung, der für den Schienenbau benötigten Komponenten. Die Hebevorgänge erfolgten einzeln oder synchron, wobei der Sanftlauf für ein exaktes Positionieren der zum Teil sehr langen und sperrigen Lasten sorgte. Die für den harten Praxisalltag ausgelegten Geräte erledigten ihren Job unter wechselnden Bedingungen ausgesprochen zuverlässig.

 

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