Freitag, 26. April 2019

Ausgabe / Logistik und Fördertechnik

Ein Teil der Arbeitsplätze wird zur Ferag nach Hinwil verlegt

29.01.2019
Artikel Nummer: 704
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Denipro schliesst Betrieb in Weinfelden

Der Spezialist für „zerstörungsfreie“ Fördertechnik in sensiblen Bereichen plant seine Produktion per Ende April zu beenden


Die Denipro AG in Weinfelden plant, ihren Betrieb voraussichtlich per Ende April 2019 einzustellen. Das Unternehmen beschäftigt 50 Mitarbeitende. Davon sollen 37 entlassen werden. Weiteren 13 Mitarbeitenden, darunter allen vier Lernenden, wird ein Arbeitsplatz bei der Ferag in Hinwil angeboten. Die Geschäftsleitung der Denipro hat für die von der Entlassung betroffenen Mitarbeitenden einen Sozialplan aufgestellt. Die Denipro ist ein Zulieferbetrieb der Ferag in Hinwil und fertigt für diese qualitativ hochwertige Massenteile für die Produktion von Förder- und Verarbeitungssystemen für die graphische Industrie und Direktwerbung.

Die Geschäftsleitungen von Denipro und Ferag wollen mit diesem Entscheid den Standort Hinwil stärken. Am Produktionsstandort Schweiz wird festgehalten. Die Belegschaft der Denipro hat nun gemäss den gesetzlichen Vorgaben zwei Wochen Zeit, um im Rahmen des Konsultationsverfahrens zur Absicht der Geschäftsleitung und zu deren Vorschlägen in Sachen Sozialplan Stellung zu nehmen. Die Geschäftsleitung bedauert es sehr, aufgrund der sich rasant verschlechternden Marktverhältnisse zu diesem Schritt gezwungen zu werden.

Ursache für diesen Entscheid sei der Strukturwandel in der Medienlandschaft weg vom Print hin zu den elektronischen Medien. Dies wirkt sich direkt auf die Nachfrage im bisherigen Kerngeschäft aus.

Als neues Geschäftsfeld wird seit fünf Jahren der stark wachsende Zukunftsmarkt der Intralogistik (logistische Material- und Warenflüsse innerhalb eines Betriebsgeländes) bearbeitet. Die von Denipro und Ferag entwickelten Systeme, heisst es, hätten zu ersten erfreulichen Bestellungen, auch von internationalen Grosskonzernen, geführt. Allerdings habe sich gezeigt, dass es deutlich mehr Entwicklungsaufwand, Zeit und finanzielle Ressourcen als erwartet brauche, um sich im neuen anspruchsvollen Markt der Intralogistik zu etablieren.

 

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