Sonntag, 23. September 2018

Ausgabe / Logistik und Fördertechnik

Auf Teilen der neuen Teststrecke wird bereits Fahrtechnik erprobt.

31.03.2018
Artikel Nummer: 591
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Daten sammeln im „Modul Stadtquartier“

56 Kilometer Autonomes Fahren, Fahrzeug-Kommunikation und Assistenzsysteme stehen am neuen Prüf- und Testzentrum von Daimler auf der schwäbischen Alb im Mittelpunkt.


In Schrittgeschwindigkeit „tastet“ sich der Bus der Regionalgruppe des deutschen Bundesverbandes Logistik (bvl), Schweizer Gäste aus Hünenberg und Basel sind dabei, an den Rand der 260 Meter durchmessenden „Fahrdynamikfläche“ heran. Auf einer Kehrschleife ist eine Gruppe junger Männer in Arbeitsanzug gerade dabei, eine Reihe von vollverkabelten Dummies, wie sie bei Crasttest benutzt werden, wieder in einen Kleintransporter zu verladen. Die Daimler-Limousine, mit der gerade noch ein paar „Anfahrzyklen“ durchgespielt wurden, entfernt sich in gemächlichem Tempo. In anderthalb Kilometern zieht ein „gemischtes Platoon“ aus SUV, Limousinen und Kompaktklassen in kaum merklich variierenden Abständen seine Runden.

Zu diesem Zeitpunkt ist es erst wenige Tage her, dass die Nachricht von der älteren Dame, die in Tempe (Arizona) von einem selbstfahrenden SUV (schwedischer Herkunft) des Fahrdienstanbieters Uber erfasst wurde, die Runde gemacht hat. Zwar wird das Prüf- und Technologiezentrum, das Daimler auf dem 520 Hektar grossen ehemaligen Standortübungsplatz der deutsch-französischen Brigade bei Immendingen für 200 Millionen Euro errichtet hat, erst im Herbst zur Abnahme bereit sein. Aber auf Teilstücken der sich demnächst in Schleifen auf 56 Kilometern windenden Strassen, zwölf Kilometern an Schotterwegen und 30 Hektar Schleuder-, Aquaplaning- und Messflächen wird bereits Fahrtechnik erprobt.

 

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