Montag, 26. Juni 2017

Ausgabe / Logistik und Fördertechnik

"In disruptiven Zeiten nicht nur Zuschauer sein": Bei der GV von GS1 Schweiz durfte mitabgestimmt werden.

09.06.2017
Artikel Nummer: 448

GS1 Schweiz schärft das Profil

In Wahrnehmung seiner Schlüsselposition setzt der Verband auf eine gezieltere Strategie für Konsumgüterindustrie, Gesundheitswesen, Logistik und Industrie 4.0


Die Digitalisierung schafft neue Chancen. Sie stellt aber auch erhöhte Anforderungen an ihre „Erbauer“, um Industrie, Handel und Endkunden die Handhabung dessen zu erleichtern, was vielen in Form von Apps und 3D-Oberflächen am Schluss beinah bestürzend „trivial“ erscheint. Einen der Schlüssel zur Umsetzung der elektronisch beschleunigten Welt, in der Dinge, Waren und Artikel miteinander „kommunizieren“ müssen, um sie in der Realität in Bewegung zu setzen, hält GS1 mit den bekannten Codes und Standards in der Hand. Ein weites Feld, dass der Ordnung durch Prioritäten bedarf. Bei GS1 definierte ein Vorstandsausschuss im zurückliegenden Jahr Schwerpunkte in den Feldern Konsumgüter, Gesundheitswesen, Technische Industrie und Logistik, die nun – klarer umrissen - „näher zum Kunden“ transportiert werden sollen. „Wir wollen in disruptiven Zeiten nicht Zuschauer sein“, so Geschäftsführer Nicolas Florin - der diesmal allerdings zum letzten Mal als Geschäftsführer von GS1 Schweiz bei einer Generalversammlung auftrat. GS1-Präsident Robert Vogel verwies darauf, dass die Digitalisierung auch Risiken berge und niemand wisse, wo möglicherweise auch mal „der Stecker zu ziehen“ wäre. Die Erwartungen – unter anderem beim „Spital der Zukunft“ - seien indes gross. Als Gastredner provozierte der Philosoph und Physiker Ludwig Hasler mit der Frage: „Seit wann weiss der Kunde eigentlich, was er will?!“ und riet dazu, sich auch bei Innovationen von einer Portion „Intuition“ leiten zu lassen. Der Trick bestehe darin, sich bei aller rationalen Vorgehensweise auch immer wieder von Kunst, Leidenschaft und durchaus auch von einfachem Wunschdenken, das schon einen Albert Einstein in nahezu „kindischer“ Weise beseelt habe, inspirieren zu lassen.

 

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